Wer jetzt noch etwas von "Durchmarsch" faselt, dem ist nicht mehr zu helfen. In der neu geschaffenen Regionalliga weht offenbar ein anderer Wind, selten sind wir so an die Wand gespielt worden. Nein, eigentlich waren es vor allem die Standardsituationen der Sechz'ger bei denen unsere in der letzten Saison so starke Abwehr ganz schön alt aussah. 0:3 nach 20. Minuten, da war das Spiel quasi gelaufen. Die Mannschaft hat es zwar noch versucht, aber die "kleinen" Löwen konnten jetzt schön hinten dicht machen. Und leider ist dem Waldhof kein brauchbares Mittel im Spiel nach vorne eingefallen, zu oft ging es durch die Mitte, wo Kai Herdling zwar häufig anspielbar, aber quasi nie abspielfähig war, egal wie frei der Nebenspieler stand. Dass ausgerechnet er kurz vor Schluss per Elfmeter das Ehrentor schießen durfte ... naja. Wer rote Schuhe trägt, sollte auch entsprechend spielen, sonst wird's peinlich.
Die Waldhof-Buben können und müssen noch einiges lernen in der neuen Liga, scheint es. Dabei war alles so schön hergerichtet mit der neuen Anzeigetafel. Und über 5.000 Zuschauer sind ja auch aller Ehren wert. Aber dann bahnte sich ein Desaster an. Da hätte auch ein Spielabbruch, der beinahe aus dem Münchner Block heraus provoziert worden wäre, nichts mehr geholfen. Dass dieser dann lautstark auf der Ost gefordert wurde, fand ich auch ziemlich daneben. Hätte man nicht wenigstens die Mannschaft unterstützen sollen statt sich wegen der Rauchbomben hinter Regularien zu verschanzen? Gut, mir fiel es heute auch schwer, dem Gekicke irgendetwas Positives abzugewinnen. Aber immerhin hat sich die Mannschaft nie aufgegeben, Schwall, Ismaili und später auch Rummenigge haben wenigstens noch etwas versucht. Jetzt gilt es aber, das Spiel abzuhaken, die richtigen Lehren daraus zu ziehen, und in Kassel die ersten drei Punkte einzufahren.




Waldhof






